Der Phoenix hat seit dem Umbau eine Dometic FreshWell Dachklimaanlage, und im hinteren Wohnbereich verrichtet sie ihre Arbeit zuverlässig — im Sommer hält sie dort auch über die Mittagszeit eine erträgliche Temperatur. Das Problem ist, dass der Phoenix über acht Meter lang ist und die gekühlte Luft von einer einzigen Einheit hinten über diese Distanz einfach nicht in ausreichender Menge bis zum vorderen Bett gelangt, um dort einen spürbaren Unterschied zu machen. Nachts, wenn man gerade vorne schlafen muss, war das lange der spürbarste Kompromiss des gesamten Umbaus.
Die Lösung waren nicht stärkere Lüfter oder eine bessere Luftverteilung, sondern eine zweite, eigenständige Klimaanlage für den vorderen Bereich des Fahrzeugs.
Wohin mit der zweiten Einheit
Ich suchte nach einem Platz für die zweite Klimaanlage, an dem sie direkt über dem Kopf im Schlafbereich kühlen würde und gleichzeitig die bereits fertige Elektroinstallation und den Innenausbau nicht beeinträchtigen würde. Über dem vorderen Bett befand sich ursprünglich nur eine kleine Dachluke — ohne großen Nutzen für Licht oder Belüftung, und zugleich genau an der Stelle, an der die Kühlung am meisten fehlte.
Ich habe die Dachluke durch die Dacheinheit ersetzt, sodass die zweite Klimaanlage keinen neuen Platz im Innenraum beansprucht hat — sie hat lediglich die Position übernommen, die die Luke bereits eingenommen hatte.
Warum ein Inverter und warum die SINCLAIR ASV-35BIS
Ich habe mich bewusst nicht für denselben Typ von Einheit wie die hintere Dometic entschieden. Klassische EIN/AUS-Klimaanlagen laufen entweder mit voller Leistung oder gar nicht — auf dem kleinen Raum der Kabine bedeutet das Kalt-Warm-Zyklen und einen lauten Kompressorstart immer wieder von Neuem. Die Inverter-Einheit SINCLAIR ASV-35BIS hingegen regelt die Leistung stufenlos je nach aktuellem Bedarf, sodass sie nachts mit niedriger Drehzahl und merklich leiser läuft, anstatt ständig an- und auszuspringen.
Für den vorderen Teil des Fahrzeugs, in dem man schläft, ist das genau der Unterschied, auf den es ankommt — ein leiser, gleichmäßiger Lauf in der Nacht ist wichtiger als maximale Kühlleistung.
Wie die beiden Klimaanlagen zusammenarbeiten
Die hintere Dometic FreshWell und die vordere SINCLAIR ASV-35BIS funktionieren jetzt als zwei unabhängige Zonen — jede kühlt nur den Teil des Fahrzeugs, in dem sie sich tatsächlich befindet. Statt einer Einheit, die versucht, den gesamten Innenraum zu durchströmen, habe ich zwei kleinere Einheiten, die genau ihren eigenen Bereich abdecken und dafür nicht so viel Energie aufwenden müssen.
Auch energetisch ist das im Betrieb fernab vom klassischen Netzanschluss kein Problem. Dank der LiFePO₄-Batteriebank und des Victron MultiPlus-II lassen sich beide Klimaanlagen gleichzeitig sowie weitere Verbraucher betreiben, ohne dass eine Sicherung herausfliegt oder der Strom ausgeht — das System verkraftet das im normalen Betrieb problemlos.
📦 Verwendete Komponenten
- SINCLAIR ASV-35BIS (Dach-Inverter-Klimaanlage, vorderer Fahrzeugbereich) — Spezifikationen
- Dometic FreshWell (ursprüngliche hintere Dachklimaanlage)
- Sinclair Klimaanlage für Wohnmobile (kurzes Video über dieselbe Generation der Inneneinheit) — Video auf YouTube