Nach zehn Jahren Betrieb war die Original-Hupe im Phoenix schwach und klang eher wie bei einem Roller als bei einem sechs Tonnen schweren Wohnmobil. Dabei ging es nicht um Ästhetik oder darum, mir “einen lauteren Wagen zu machen” — es ging um Sicherheit. Die Hupe ist die einzige Möglichkeit, im Verkehr akustisch auf sich aufmerksam zu machen, und bei einem Fahrzeug dieses Gewichts sollte sie auch über den Lärm der Autobahn, die offenen Fenster eines Nachbarwagens oder die Musik in der Kabine des Fahrers hinweg zu hören sein, den man warnen möchte.
Ich entschied mich, sie durch die elektropneumatische Fanfare Stebel Nautilus Compact 12V Chrome zu ersetzen.
Warum gerade der Stebel Nautilus Compact
Der Stebel Nautilus Compact ist eine elektropneumatische Fanfare mit eigenem Kompressor — im Gegensatz zu gewöhnlichen elektromagnetischen Hupen erzeugt sie die Luft für den Klangton selbst, weshalb sie deutlich kräftiger und voller klingt. Die Parameter, die mich überzeugt haben:
- 12-V-Versorgung, Stromaufnahme von etwa 18 A
- Harmonisierter Doppelton 530 + 680 Hz
- Schalldruckpegel von etwa 115 dB bei 2 Metern
- ECE-Zulassung für den Einsatz im Straßenverkehr
Einbau — warum dafür ein Relais und ein dickeres Kabel nötig sind
Eine Stromaufnahme von rund 18 A ist deutlich mehr, als der Original-Schalter und das dünne Kabel vom Lenkrad vertragen. Deshalb wird der Stebel — wie die meisten leistungsstarken elektropneumatischen Hupen — nicht direkt angeschlossen, sondern über ein Relais: Der Original-Schalter im Auto schaltet nur einen kleinen Strom zur Relaisspule, und das Relais selbst schaltet dann den Leistungsstromkreis, der mit einem dickeren Kabel direkt von der Batterie geführt und durch eine separate Sicherung abgesichert wird. Diese Verkabelung ist nicht nur für die Funktion notwendig, sondern auch für die Sicherheit — ohne sie droht eine Überlastung der Original-Verkabelung und des Schalters.
Der physische Einbau des Hupenkörpers selbst war dagegen unkompliziert — einen geeigneten Platz im Motorraum finden, befestigen, die Verkabelung zum Relais und zum Sicherungskasten führen und anschließen.
Wie es sich in der Praxis anhört
Der Unterschied zur Original-Hupe ist markant. Der Doppelton 530+680 Hz ist selbst in Situationen zu hören, in denen die Original-Hupe völlig untergegangen wäre — auf der Autobahn, im dichten Verkehr, durch ein offenes Fenster bei laufender Musik. Genau das war das Ziel dieses Umbaus.
Bewertung
★★★★★☆ (5/6)
Im Hinblick auf das Verhältnis von Kosten zu Sicherheitsnutzen ist das eines der besten Upgrades, die ich am Phoenix vorgenommen habe — es reiht sich ein neben Dingen wie den Marquart-Stoßdämpfern und dem Getriebe- und Differentialölwechsel, die ich am selben Tag gemacht habe. Keines davon ist auf den ersten Blick sichtbar, aber alle haben einen realen Einfluss darauf, wie sicher und zuverlässig man mit dem Fahrzeug fahren kann.
📦 Verwendete Komponenten
- Stebel Nautilus Compact 12V Chrome (elektropneumatische Fanfare, 530+680 Hz, ~115 dB/2 m, ECE-Zulassung)
- Kfz-Relais + separate Sicherung für den Leistungsstromkreis
Quelle des Produktfotos: Auto-Majáky.cz
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