Elektrik & LiFePO₄
Umstieg auf 400 Ah LiFePO₄
Nach Jahren im Einsatz konnten die alten Gel-Batterien den normalen Verbrauch nicht mehr abdecken — Kühlschrank, Pumpe und abendliche Beleuchtung entluden die Bank schneller, als die Solarpanels sie tagsüber wieder aufladen konnten. Die real nutzbare Kapazität der Gel-Batterien war außerdem nur ein Bruchteil der angegebenen Werte.
Ich habe mich für einen kompletten Umstieg auf LiFePO₄-Chemie entschieden — zwei Victron-Batterien mit 12,8 V/200 Ah, insgesamt 400 Ah, von denen man im Gegensatz zu Gel praktisch die gesamte Kapazität ohne Beschädigungsrisiko nutzen kann. Dazu kommt der Victron MultiPlus-II 12V/3000VA, der in einem Gerät sowohl das Laden aus dem Netz als auch den Wechselrichterbetrieb für 230V-Verbraucher übernimmt.
Damit die Versorgungsbatterien auch während der Fahrt nachgeladen werden, habe ich zwei Orion-Tr Smart DC-DC-Ladegeräte ergänzt — ein isoliertes 12/12-30 A für den Hauptkreis und ein nicht isoliertes 12/12-50 A. Ohne sie würde die Solaranlage im Winter allein nicht ausreichen. Nach einer Saison im Einsatz mache ich mir keine Gedanken mehr, ob die Batterie bis zum Morgen reicht — ich überlege nur noch, wohin die nächste Fahrt geht.
Die DC-DC-Ladegeräte hatten allerdings nur so viel Strom zur Verfügung, wie ihnen die originale Lichtmaschine liefern konnte — und die war für eine große LiFePO₄-Bank nicht ausgelegt. Warum ich deshalb auf eine 210-A-Lichtmaschine von Bosch umgestiegen bin und wie sich das auf die Ladegeschwindigkeit während der Fahrt ausgewirkt hat, beschreibe ich in einem separaten Blogartikel.
780 Wp auf dem Dach — Serien-Parallel-Verschaltung
Vier Panels auf dem Dach müssen auch an bedeckten Tagen und im Winter genug Energie liefern, wenn die Sonne tief steht und ein Teil der Fläche oft im Schatten liegt.
Ich habe mich für eine Serien-Parallel-Verschaltung aus zwei 220-Wp- und zwei 170-Wp-Panels entschieden, insgesamt 780 Wp. Die Serien-Parallel-Schaltung senkt den Strom (und damit die Verluste auf der längeren Kabelstrecke zum Regler) und hält gleichzeitig die Spannung in einem Bereich, den der Victron BlueSolar MPPT auch bei teilweiser Verschattung eines Strangs effizient verarbeiten kann.
Die Leistung verfolge ich über VictronConnect. Auch bei den übrigen Komponenten bin ich bei Victron geblieben, statt billigerer Konkurrenz — wegen der Zuverlässigkeit und weil das gesamte System (Batterie, Wechselrichter, Solar) in einer einzigen App miteinander kommuniziert. Wie sich diese Installation in einem harten Lasttest mit einer Last von über 4,4 kW geschlagen hat, beschreibe ich in einem separaten Blogartikel.


